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Eckenhocker oder Windei?
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Eckenhocker oder Windei?
20.11.2006 von Sahanya
Auch wenn die Namen sehr lustig klingen, geht es leider um ein ernstes Thema.
Wenn der Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis zeigt, der sonographische Beweis aber fehlt.
Manchmal wird aber bei den ersten Ultraschalluntersuchungen kein Embryo gefunden, sondern nur eine blasenförmige Fruchthöhle. In 5% aller Schwangerschaften handelt es sich dabei um ein so genanntes Windei (Abortivei, Molenschwangerschaft).
Dabei handelt es sich um eine Schwangerschaft, in der sich nur die Plazenta, ohne Embryo entwickelt.
Es wird darüber spekuliert, daß eine Kohlehydrat-Fettstoffwechselstörung ein Grund für ein Windei sein könnte aber wenn die Mutter bereits ein gesundes Kind zur Welt gebracht hat, kann man körperliche Mankos ausschließen. Sonst hat man noch keine Ursachen für Molenschwangerschaften finden können.
Es kommt zu starken Blutungen und meist folgt dann eine ovuläre Fehlgeburt bis zur 8.Schwangerschaftswoche. Gegebenen Falls muss eine Ausschabung vorgenommen werden.
Es kommt jedoch gelegentlich vor, dass ein kleiner, am Rand der Fruchtblase gelegener Embryo zunächst übersehen wird. Gynäkologen sprechen dann von "Eckenhockern".
Den Begriff ?Eckenhocker? kann man eigentlich nur verwenden, wenn der Embryo gar nicht darstellbar ist und nicht wie in den meisten Fällen einfach eine Entwicklungsverzögerung vorliegt. In der Regel sollte man spätestens in der 9.SSW deutlich den Embryo (um die 2,5cm) mit Herzaktionen sehen.
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