1. und 2. Woche
Die Schwangerschaft selbst hat zwar noch nicht begonnen, aber die Ärzte berechnen sie ab dem ersten Tag der letzten Periode.
Wenn sie sich ein Baby wünschen, sollten sie allerdings jetzt schon genügend
Folsäure zu sich nehmen.
Leben Sie überhaupt bewusst und gesund, damit Sie für Schwangerschaft und Geburt körperlich und seelisch fit sind.
Unter dem Einfluss der Zyklushormone beginnt sich in der Gebärmutter eine neue Schleimhaut aus Blut und Nährstoffen zu bilden. Nun ist ihr Körper ist bereit, ein befruchtetes Ei für eine Schwangerschaft aufzunehmen.
Sie sollten jetzt auch schon auf Alkohol und Zigaretten verzichten und auch bei Medikamenten Vorsicht walten lassen, weil sie ziemlich lange im Körper Spuren hinterlassen können.
3. Woche
Ca 14 Tage nach dem ersten Tag der Periode (bei einem Zyklus von 28 Tagen) findet der Eisprung statt. Bis zu 5 Tage lang können die Spermien in der Vagina überleben um dann beim Eisprung sofort zum Zuge zu kommen. Auch 2 Tage nach dem Eisprung kann es noch zu einer Befruchtung kommen. Es gibt noch einige
Tipps die evtl noch zu einer Befruchtung hilfreich sein könnten.
Wenn es dann geklappt hat, dringt das Spermium in die Eizelle ein und macht sich langsam auf den Weg in die Gebärmutter.
Sie sollten auf nicht-lebensnotwendige Röntgenaufnahmen vorsichtshalber verzichten.
Sie sollten sich auch keine Amalgam-Zahnfüllungen einsetzen lassen, wenn sie es auf eine Schwangerschaft anlegen, denn dadurch kann Quecksilber in den Speichel gelangen.
4. Woche
Das Zellknäul bewegt sich nun aus dem Eileiter in Richtung Gebärmutter. Die Reise kann durchaus 7 Tage dauern, bis es einen geeigneten Platz im Uterus zu finden.
Die Einnistung löst die Produktion von Hormonen aus, die Menstruationsblutungen unterdrücken und zur berühmten morgendlichen Übelkeit führen können.
Eine Woche nach der Zeugung fühlen sich manche Frauen schon merkwürdig. Allerdings täuscht einem der Körper auch ganz gerne, wenn man sich eine Schwangerschaft wünscht, typische Schwangerschaftsbeschwerden vor, obwohl keine Befruchtung statt gefunden hat.
Wenn sich das kleine Wunder in der Gebärmutter einnistet, taucht der wachsende Keim tief in die Schleimhaut ein und zerreißt dabei einige Gefäße, was zu einer harmlosen Blutung (Einnistungsblutung) führen kann.
Auch wenn eine Schwangerschaft keine Krankheit ist, sollten sie einen Gang runterzuschalten und den Alltag ruhiger angehen.
5. Woche
Ein
Schwangerschaftstest gibt jetzt Sicherheit, ob sie ein kleines Wunder in sich tragen. Ist er positiv, sollten sie so bald wie möglich einen Gynäkologen konsultieren, um eine Eileiterschwangerschaft oder ein
Windei ausschließen zu können.
Nun ist unser Krümelchen-Kind schon 2 Millimeter groß und muß in den nächsten 9 Monaten noch ca einen halben Meter wachsen. Dazu benötigt es nun viel Eiweiß und Vitamine.
Am Ende der 5. Woche streckt sich die Fruchtanlage bereits zu einem länglichen Gebilde mit "Kopf", das Gehirn wird angelegt und das Herz beginnt zu schlagen. Gehirn, Rückenmark und Sinnesorgane sind nun schon gebildet.
Die ungewohnten Hormone, die der Körper nun produziert machen bei der Mutter empfindlich und leicht reizbar. Es fließen jetzt auch schnell mal Tränchen.
Jetzt wäre der ideale Zeitpunkt dafür, mit einem Schwangerschaftstagebuch (gerne natürlich in unserem Forum, wie ich selbst ;)) zu beginnen.
6. Woche

Auch wenn der Bauch sich noch lange nicht wölbt, bereiten sich die Brüste unter dem Einfluß der Hormone schon auf das Stillen vor und spannen. Die Warzen werden dunkler und empfindlich.
Die erste Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung steht an!!!
Sie erhalten ihren
Mutterpass , den sie immer bei sich tragen sollten. Damit man sie im medizinischen Notfall ihrem Zustand entsprechend versorgen kann.
Bis zur 33.Schwangerschaftswoche werden sie nun alle 4 Wochen einen Vorsorgetermin bekommen. Danach dann alle 14 Tage.
Das Baby wächst nun täglich ca einen Millimeter indem sich Millionen von Zellen nach einem ausgeklügelten Bauplan zusammensetzen. Nervenbahnen, innere Organe und Arme und Beine des Kindes beginnen sich zu entwickeln.
Ab jetzt besteht Kündigungsschutz, also klären sie ihren Chef jetzt über ihre Schwangerschaft auf.
7. Woche
Der Embryo entwickelt jetzt ein Gesicht mit Nase, Mund und Augen und man kann auch schon paddelähnliche Ärmchen und Beinchen erkennen.
Geschmacks- und Geruchssinn verändern sich.
Dinge die sie vorher gerne mochten können jetzt sehr unangenehm werden und zu Brechreiz führen. Eine Tasse Tee im Bett, dazu ein trockener Keks oder ein paar Mandeln bzw. Sonnenblumenkerne können da etwas Abhilfe schaffen. Falls das Alles nichts hilft kann ihnen ihr Arzt evtl. ein unschädliches Mittel verschreiben.
8. Woche

Das Herz des Babys schlägt etwa doppelt so schnell wie das Ihre.
Spätestens in der achten bis zehnten Schwangerschaftswoche findet die erste Ultraschall-Untersuchung statt. Mit Hilfe der Größe des Embryos werden sein Alter und der Geburtstermin noch einmal neu berechnet. Aber wann sie genau ihren kleinen Schatz in den Armen halten können, weiß man nie vorher. Der Boss dafür ist das Baby selbst!
In dieser Woche kommt es manchmal zu Schmierblutungen, die meist harmlos sind, aber sie sollten immer auf Nummer-Sicher gehen und ihren Arzt konsultieren.
Wenn sie sich dauernd müde fühlen, liegt das an den Schwangerschaftshormonen, an die der Körper sich erst gewöhnen muss. nach der 12. Woche geht das aber vorbei. Gehen sie ein wenig im Wald spazieren, das versorgt sie mit Sauerstoff und regt den Kreislauf an.
Außerdem kann Ingwer auch anregend wirken. Vielleicht möchten sie einige neue Rezepte mit dieser Zutat ausprobieren. Ingwertee schmeckt auch nicht übel. Kaffee und schwarzer Tee sollten jetzt nur in Maßen genossen werden.
9. Woche
Der Embryo ist jetzt etwa 3 Zentimeter lang und wiegt 12 Gramm. Jede Minute entstehen 100 000 neue Nervenzellen im Gehirn, verbinden sich mit dem Muskelsystem und lösen unwillkürliche Bewegungen aus. Diese können Sie allerdings noch nicht spüren.
Durch die Schwangerschaftshormone und stärkere Durchblutung kann es zu Zahnfleischbluten kommen, da der Säurespiegel Ihres Speichels während der Schwangerschaft erhöht ist und das Risiko für Löcher in den Zähnen steigt. Achten Sie jetzt besonders auf Hygiene und nehmen sie kalziumreiche Nahrungsmittel zu sich, wie z.B. Milch, Joghurt, Quark, Nüsse und Käse.
10. Woche
Das Ungeborene ist über die Hormone im Blut gefühlsmäßig mit der Mutter verbunden und alle Gefühle wie Aufregung, Glück, Trauer oder Angst übertragen sich auf das kleine Wesen. Sein Herz pocht schneller und es bewegt sich auch dementsprechend, aber es schadet ihm nicht.
Mit der täglichen Einnahme von Jodtabletten können sie ihrem Kind den besten Start für eine gesunde Schilddrüse geben.
11. Woche
Auch wenn sie als Mutter sich körperlich noch nicht deutlich verändert haben, hat sich das Kind in ihrem Bauch schon fertig geformt. Aus dem Embryo ist ein Fötus geworden und alle inneren und äußeren Organe sind angelegt. Nun muß das Geschöpf nur noch wachsen.
Wenn es günstig liegt, kann man beim Ultraschall schon einen kleines Penis erkennen, wenn es sich um einen Jungen handelt.
Wenn man sagt, "sie essen für zwei", ist damit nicht gemeint, daß sie doppelt so viel essen sollten. Wichtig ist nun eine ausgewogene und gesunde Kost um sie beide mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen.
12. Woche
Das Ungeborene ist nun schon mehr als sechs Zentimeter groß und ist schon richtig aktiv. Es paddelt mit Armen und Beinen durchs Fruchtwasser und bewegt seinen Kopf hin und her. Ab jetzt könnte man auch die weiblichen Genitalien beim Ultraschall erkennen.
Langsam schleichen sich bei manchen Müttern und Vätern existenzielle Ängste ein oder Sorgen, sie könnten etwas falsch machen. Scheuen sie sich nicht davor, ihren Arzt anzusprechen oder suchen sie Kontakt im Forum. Dort kann man sich beruhigt mit anderen Müttern austauschen und über deren Erfahrungen austauschen.
13. Woche

Der Fötus gähnt, runzelt die Stirn und schmatzt mit den Lippen.
Die Mimik entwickelt sich immer deutlicher.
Für Schwangere über 35 Jahren und wenn beispielsweise durch genetische Unklarheiten bestehen, wird jetzt eine Fruchtwasseruntersuchung empfohlen. Leider besteht ein 1%iges Risiko, durch diese Untersuchung eine Fehlgeburt zu verursachen.
Die Haut ist durch Wassereinlagerungen aufgepolstert und machen sie weich und rosig. Hin und wieder kann es zu Pigmentstörungen kommen, die aber nach der Schwangerschaft wieder verschwinden sollten. Vermeiden sie direktes Sonnenlicht und sollten die Verfärbungen nach der Geburt nicht verschwinden, kann ihnen der Hautarzt sicher helfen.
Fortsetzung folgt!!!